Leise ins Neue Jahr

Leise ins Neue Jahr

BUMM

Blacky, die bis eben noch friedlich geschlafen hat, stellt die Ohren an. Migge und Digger sind mit einem Satz unter dem Schrank.

Geht das jetzt schon los. Immer dieses Geballere.

Klar die Funken sprühenden Feuerwerkskörper sehen schön aus. Doch wieso muss es jedes mal so eine Orgie an Knallern und Böllern sein?

Weil es Tradition ist?

Für die Tiere ist es ne Katastrophe, für die Umwelt sowieso.

Für meine Oma war es ein Trauma.

Sie hat die heulenden Bomben gehört in der Nacht, in der Dresden zerstört wurde. Sie ist hochschwanger durch sprühenden Funkenregen geflohen. Nur das Kind im Bauch, das hat es Gott sei Dank überlebt. Alle andere im Haus am Postplatz in Dresden sind umgekommen.

Der Krieg ist längst vorbei, bei uns.
Woanders nicht.
Da heulen die Bomben nach wie vor. Da knallt es und brennt es.

Was fasziniert uns Menschen immer wieder an dieser Silvesterböllerei? Wieso ist es uns so wichtig, das Neue Jahr mit Lärm zu begrüßen?
Klar, da gibt es die alte Tradition, die Bösen Geister zu vertreiben. Doch das, was wir daraus gemacht haben, das ruft sie eher herbei.

Das Neue Jahr kommt. Warum nicht mal ganz leise?

Haben wir Angst vor der Stille? Wollen wir nicht darüber nachdenken, was das alte Jahr gebracht hat, was wir uns für das Neue Wünschen? Haben wir verlernt zu Träumen?

Es gibt so viele schöne Traditionen, die auch ohne Krawall und Dreck abgehen, wie das Bleigießen. Die Bleifiguren können jedes Jahr wieder verwendet werden.
Beim Spielen von Gesellschaftsspielen kann es auch recht laut und fröhlich zugehen, erst recht wenn nebenher die Feuerzangenbowle brennt.

Eine schöne Tradition ist das Aufschreiben der Wünsche, auf einen Zettel und das anschließende Verbrennen am Lagerfeuer, im Ofen oder an einer Kerze.

Deine Kinder wünschen sich die Knallerei? Ich bin mir sicher, wenn Du ihnen erklärst, warum in diesem Jahr mal nicht geknallt wird, und dass ihr mit dem Geld einem anderen Kind oder Tier auf der Welt etwas Gutes tun könntet, dann würde das Dein Kind akzeptieren. Und wenn nicht, dann darf es etwas lernen.

Nicht immer wird jeder Wunsch erfüllt. Erst recht nicht, wenn er auf Kosten anderer geht.

Blacky hat sich wieder beruhigt, liegt schnurrend an meiner Seite. Die Katzenkinder sind unter dem Schrank hervorgekommen. Gefahr nicht in Sicht.

Keine Sorge, bei uns wird morgen nicht geknallt. Spaß werden wir auch so haben.

 

Anja und Blacky

Anstupserin, Mutmacherin und Coach in der FB-Gruppe:

Mama chill mal! https://www.facebook.com/groups/mamachillmal/

Was hab ich gesagt!

Was hab ich gesagt!

Lass das!

Das Kind hört nicht, macht einfach weiter! Die Katze auch!

Bis was kaputt geht.

„Hab ich´s doch gleich gesagt! Warum kannst du nie hören!“

Ja, warum kann Dein Kind nie hören?

Deine Grenzen werden nicht respektiert. So scheint es.

Welche Grenzen? Die die Du festlegst?

Unsere Kinder lernen erst ihre Grenzen kennen, sie erobern die Welt, testen sich und andere aus, sammeln Erfahrungen.

Kinder haben ein großes Bedürfnis nach Autonomie! Das ist angeboren und ist ganz normal.

Es gehört zum Leben dazu, schließlich lernen sie auf die Art, selbstständig zu werden und sie sammeln LebensErfahrungen.

Ob es das Spielen mit Sachen ist, die kaputt gehen können (wie bei meinen Katzen) oder das aufbleiben bis weit nach Mitternacht. Ja selbst der erste Kater (jetzt meine ich den, nach zu viel Alkohol),  ist eine Erfahrung bei unseren heranwachsenden Teenagern. OK Wein und Bier und noch die Gin Tonic auf der Party eines Kumpels waren wohl doch etwas viel.

Gleichermaßen wichtig ist das Bedürfnis nach Bindung. Bei allen Versuchen sich abzugrenzen, ihre Grenzen auszutesten, wollen sie doch spüren, dass sie von uns geliebt und anerkannt werden.

Kinder wollen spüren, dass wir sie lieben, bei allem was sie tun.

Wie schaffen wir diese Balance, das Bedürfnis nach Autonomie und Bindung gleichermaßen zu unterstützen?

Indem wir ihre Gefühle anerkennen, indem wir ihr Handeln akzeptieren. Das heißt nicht, dass wir es tolerieren müssen.

Klar geht in dieser Phase auch mal etwas kaputt.

Der Satz: „Was hab ich gesagt!“ oder „Wusste Ichs doch!“  Bringt hingegen gar nix, außer, dass wir unseren Frust abreagieren. Das macht die Vase nicht ganz oder das Knie oder, die Scheibe oder das Shirt, den Kater…

Euer Kind wird in dem Moment selbst erschrocken sein, oder ärgerlich auf sich oder traurig, zerknirscht.

Zeig ihm, dass Du genau das wahr nimmst: Du bist traurig, erschrocken, zerknirscht, Dir geht es total schlecht…

Alles andere bringt nix. Macht eher mehr kaputt.

Hat Dein Kind doch in der Zukunft vielleicht Angst sich auszuprobieren. Es will ja keine Strafe.

Vielleicht macht es gerade trotzdem weiter, aus Trotz. Auch damit sucht es Deine Aufmerksamkeit.

Bleib entspannt, bei den Experimenten Deines Kindes. Sag deine Meinung, klar. In Form einer Ich-Botschaft. Aber lass es seine Erfahrungen selber machen.

Wir können sie in ihren Erfahrungen begleiten und unterstützen.

Nur so lernen sie entspannt und gelassen selbstständig zu werden.

 

Anja ❤und Blacky 🐺

Anstupserin, Mutmacherin und Coach in der FB-Gruppe:

Mama chill mal! https://www.facebook.com/groups/mamachillmal/

Hörst du nicht?!

Hörst du nicht?!

Hörst Du nicht? Wie oft soll ich Dir noch sagen, decke bitte den Tisch!

Kommen Dir diese Sätze bekannt vor? Die Reaktion Deiner Kids: Gebrumme, Diskussionen wer jetzt dran ist oder sie ignorieren die Bitte ganz.

Du wirst langsam sauer. Immer wieder das Gleiche!

Ist bei den Katzen auch nicht anders. Zehnmal kann ich sagen: „Nein ihr kommt nicht zum Fenster rein!“  Sie sitzen trotzdem wieder davor und miautzen jämmerlich. Beim 11. Mal werde ich schwach, und mach das Fenster auf. „Selber Schuld!“ sagt Blacky, die Katzenmama. „Warum bist Du nicht konsequent?“

Und wie ist das bei unseren Kindern? Wie oft geben wir nach oder fangen an rumzumeckern?

 

Ehrlich, dadurch wird sich nichts ändern. Bei Katzen nicht und bei Kindern auch nicht.

Wie reagierst Du, wenn Dein Kind Deine Bitten, Ansagen, Aufforderungen ignoriert oder anfängt zu diskutieren?

Dein Kind hat nun mal keine Lust zum Tisch decken. Wozu auch. Er füllt sich doch, wie beim Tischlein deck dich, auf wundersame Weise jedes mal von alleine.

Du kannst es mit Argumenten versuchen oder mit Zwang.
Mit Konsequenzen, ein anderer Name für Strafe im Übrigen.
Mit Versprechungen oder Überredungsversuchen.

Dein Kind will grad nicht. Es ist im Widerstand, mit sich, mit Dir, mit der Welt.

Wie wäre es. Wenn Du genau das anerkennst.

Wie wäre es, wenn Du mal ganz anders reagierst?

Wie wäre es, wenn Du lernst, Deine Reaktion auf das Verhalten Deines Kindes zu ändern?

Dann hast du eine Chance irgendwann zu erfahren, warum es grad so im Widerstand ist. Dann hast Du eine Chance, das der Widerstand sich auflöst, sich wandelt.

Sage das nächst mal, bevor Du anfängst zu diskutieren: „Ich merke, Du hast keine Lust zum Tisch decken. Bist grad mit etwas anderem beschäftigt. Du bist müde, schlecht gelaunt, ….. „
Hier darfst Du das Gefühl beschreiben, was Dein Kind aussendet.

Nix weiter.
Las Dein Kind in Ruhe.
Deck den Tisch allein. Lass das Diskutieren. Es raubt Dir bloß Kraft und Nerven.

Vielleicht kannst Du am nächsten Tag, anfügen, dass Du auch keine Lust hast, müde bist, ec. Sprich dann in der ICH-Form. „Ich habe auch keine Lust. Ich kann Dich gut verstehen.“

Nochmal zum Thema konsequent sein. Das darfst Du schon. Und sollst Du auch. Sei konsequent mit Dir und Deinem veränderten Handeln.

Ändere Deine Reaktionen in Bezug zu Deinem Kind und Dein Kind wird sich ändern.

Diese Art, des Umganges funktioniert bei Katzen nicht. Ist mir schon klar. Da hilft nur konsequent bleiben. Das Fenster zu lassen. Sonst fressen sie die Wurst direkt vom gedeckten Tisch.

Willst Du wissen
– warum es so effektiv ist, zuerst Dein Verhalten in Bezug zu Deinem Kind zu verändern?

– was Dir Deine Kinder zeigen mit ihrem Verhalten?

– und wie Du heraus kommst, aus dieser ewigen Spirale von Streit und Diskussionen?

Das erfährst Du bei meinem online-Kurs : „Stressfrei(er) ins Fest“
Neugierig? Dann schau hier: https://stressfrei_ins_fest.eventbrite.de

Anja ❤und Blacky 🐺

Anstuppserin, Mutmacherin und Coach in der FB-Gruppe:

Mama chill mal! https://www.facebook.com/groups/mamachillmal/

Familienzeit?

Familienzeit?

Wochenende. Der Sohn hat was vor mit seinen Kumpels, die Tochter… null Bock.

Vom gemeinsamen Frühstück haben wir uns schon längst verabschiedet.

Wenn ich Blacky, ihre Kinderschar und den Vater-Kater auf dem Foto sehe, bin ich schon etwas neidisch. Allerdings nur kurz. Denn inzwischen sind die Katzenjungen so groß, dass Kinder und Eltern ihrer eigenen Wege gehen. Die Mutter scheucht sie weg. Sie hat ihnen alles beigebracht, was sie fürs Leben brauchen. Nun sind sie gerüstet fürs Katzenleben. Nix mehr mit Familienidylle.

Tja, und die eigenen Familienidylle?

Jetzt wo die Kinder langsam flügge werden, kommen mir Gedanken wie: Hätte ich mehr mit ihnen unternehmen sollen, mehr für sie da sein sollen?

Spätestens bei den gemeinsamen Mittags- Mahlzeiten am Wochenende und beim Abendbrot unter der Woche, sitzen wir wieder zusammen. Da ist Zeit zum Reden, zum Austauschen über Neuigkeiten. Wir lachen zusammen und unterhalten uns auch über ernste Themen. Die Kinder lieben das. Woher ich das weiß? Nun weil sich diese Mahlzeiten manchmal über eine Stunde ausdehnen. Und weil sie danach ganz oft (nicht immer ;-)) ohne meckern den Abwasch machen.

Meine Kinder werden langsam erwachsen, aber noch sind sie da. Ich kann die Zeit genießen, wir können gemeinsame Ausflüge planen oder wir können uns Austauschen über fröhliche und ernste Themen am Esstisch.

Dafür bin ich sehr dankbar. Wichtig ist die gemeinsame Zeit, egal auf welche Art wir diese verbringen.

Auch wenn die Kinder aus dem Haus sind, werden sie immer mal wieder vorbeischauen, sich erinnern. Das ist definitiv bei uns Menschen anders als bei den Tieren. Und damit das auch wirklich so ist, dürfen wir als Eltern etwas ganz wesentliches nicht vergessen.

Das Wichtigste, das wir unseren Kindern mitgeben können, ist unsere Liebe, unsere Zeit und das Gefühl wunderbar und richtig zu sein, genauso wie sie sind. Und sie letztendlich ziehen zu lassen.

Wieviel Zeit nimmst Du Dir für Deine Kinder? Dabei geht es nicht um Quantität, sondern um Qualität. Manchmal reichen 5min, in denen Du Deinem Kind zuhörst und es ermunterst und bestätigst, ohne Ratschläge oder noch ne Ansage wegen der Unordnung im Zimmer oder der Frage nach den Hausaufgaben.

Erzähle von Deinen Träumen, frag Dein Kind, was es gern mal machen würde.

Und verabrede fest eine gemeinsame Aktivität für das nächste Wochenende, z.B. eine gemeinsame Einkaufstour durch die Innenstadt oder der Besuch eines Spaß- und Schwimmbades oder die gemeinsame Mahlzeit.
Lass Dir ab und zu mal erklären, was es Interessantes auf seinem Handy macht und spiel mit ihm ne Runde. Gerade wenn Du Dich auf Dinge einlässt, die Du sonst ablehnst, fühlt sich Dein Kind ernst genommen und gesehen!

Probiere es aus und hab Spaß mit Deiner Familie!

Eben kam Blacky von ihrer nächtlichen Tour heim, will etwas Leckeres auf den Teller. Beim Hereinkommen faucht sie kurz ihre Kinder an. Nein, ich will wirklich nicht mit Blacky tauschen.

Anja ❤und Blacky 🐺

Anstuppserin, Mutmacherin und Coach in der FB-Gruppe:

Mama chill mal! https://www.facebook.com/groups/mamachillmal/

Super motivierte Kinder

Super motivierte Kinder

Die Kinder zu motivieren, nach draußen zu gehen oder bei der Hausarbeit zu helfen, kann manchmal ne ganz schöne Herausforderung sein.

Letztens habe ich Blacky🐈 gefragt, wie sie es hinbekommt, dass ihre Katzenkinder so fantastische Mäusejäger und Baumerklimmer geworden sind. 

Ihr Tipp: Sie redet nicht viel, sie macht einfach und das mit Begeisterung. 

UND Sie lobt nicht. Nie. Sie sagt nie: Das hast Du aber fein gemacht. Die Maus 🐁 sieht super aus, die du gefangen hast.

Sie ermuntert! 

Das würde sich dann ungefähr so anhören:

👍Ich bin beeindruckt, mit welch Eleganz Du Dich anschleichst!
👍Du hast Dir sehr viel Zeit genommen für die Jagd und warst super ausdauernd.
👍Wie Du grad diesen Baum erklettert hast, das war sehr mutig!

Sie sieht ihre Kinder in dem was sie Tun und mit welcher Anstrengung und Ausdauer sie es tun. Das Ergebnis ist im Grunde uninteressant. 

Unsere Kinder wollen gesehen werden. Sie wollen wahrgenommen werden. 

Egal, wie toll das Bild ist, das sie gemalt haben. 
Denn Schönheit ist relativ und liegt, wie so vieles, im Auge des Betrachters. 
Und ob unser Kind nun in Mathe ne Eins hat oder ne Drei oder Vier, das ist egal. Dafür ist es in nem anderen Fach gut. Leider wird oft nur das Ergebnis bewertet und das ist zutiefst demotivierend für viele.

Ja auch für die, die immer ne Eins schreiben, weil es sowieso erwartet wird.

Wir können unsere Kinder viel eher motivieren, wenn wir ihr Tun wertschätzen, anstatt das Ergebnis zu loben oder zu kritisieren. 🙏

Probiere es aus! Und berichte!                                     

Anja ❤und Blacky 🐺

Anstuppserin, Mutmacherin und Coach in der FB-Gruppe:

Mama chill mal! https://www.facebook.com/groups/mamachillmal/

Vertraue und spring

Vertraue und spring

Die Katze hat neun Leben!

Denke ich oft, wenn ich meinen Kater so sehe mit seinen Kampfwunden und den Gefahren, die da draußen lauern!

Wirklich? Hat sie wirklich neun Leben? Oder hat sie einfach Vertrauen ins Leben? Sie kennt keine Angst und sie weiß, dass sie immer auf ihre Füße fallen wird, wenn sie springt oder fällt.

Was ist mit Dir?

Kannst Du Dich fallen lassen, voller Vertrauen ins Leben? Oder musst du immer stark sein? Darfst keine Schwäche zeigen? Wovor hast du Angst? Wer bist Du dann nicht mehr, wenn Du Schwäche zeigst, vor Deinen Kindern, Deinem Mann, Deinem Umfeld? Wer bist Du nicht mehr vor Dir? Hast du Angst, nicht mehr die starke souveräne Frau und Mutter zu sein, die alles meistert, alles unter einen Hut bringt, die tagaus, tagein für ihre Familie da ist?

Bist Du überhaupt die starke souveräne Frau?

Oder bist Du einfach nur ein Mensch, im Hamsterrad gefangen, mit dem unklaren Gefühl, dass Dir langsam etwas entgleitet? Deine Kinder an die Du nicht heran kommst, Dein Mann, mit dem Du Dich öfter als gut ist streitest? Deine Gesundheit….

Wer willst Du für Deine Kinder sein? Welche starke, souveräne Frau willst Du wirklich sein?

Zeige Mut, geh den ersten Schritt ins Ungewisse und wenn du fällst, dann wird einer da sein.

Lerne vertrauen! Lass Dich fallen. Das Universum, Gott, Allah… kann Dich nur auffangen, wenn Du bereit bist, Dich fallen zu lassen!

Du hast nur das eine Leben, genau wie die Katze! Du entscheidest wie und wofür Du Leben willst. Es gibt immer einen Ausweg, wenn Du bereit bist, ihn zu gehen. Ich bin ihn gegangen und habe inzwischen manchmal schon das Gefühl, dass ich neun Leben habe. Weil ich vertraue, weil ich immer wieder aufgefangen werde!

Herzlichst

Anja ❤und Blacky 🐺